Energy Charts

Willkommen bei den Energy Charts

Die Seite für interaktive Grafiken zu Stromproduktion und Börsenstrompreisen in Deutschland

Sie können sich die passende Darstellung der Grafiken selbst konfigurieren, indem Sie zum Beispiel einen oder mehrere Energieträger auswählen, zwischen absoluter und prozentualer Darstellung wechseln und Zahlenwerte in einem eingeblendeten Fenster ablesen. Außerdem können Sie den Anzeigezeitraum für die Grafiken auswählen.

Die Legende über jeder Grafik zeigt die verfügbaren Größen an. Durch Klicken auf die Elemente der Legende lassen sich die Größen aktivieren oder deaktivieren. Offene Kreise in der Legende bedeuten, dass eine Größe (z.B. Export) gerade nicht dargestellt wird, durch Anklicken aber hinzugefügt werden kann.

Weitere Bedienhinweise finden Sie bei den jeweiligen Grafiken unter »Hinweise«.

Wir möchten mit dieser Website einen Beitrag zur Transparenz und Versachlichung der Diskussion um die Energiewende leisten.

Die Daten werden von Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg aus verschiedenen neutralen Quellen zusammengestellt und stehen ab dem Jahr 2011 zur Verfügung.

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Aktuelles

Mittwoch, 6. July 2016
Blockscharfe Stromproduktion in Deutschland

Neue Grafiken für die Darstellung der blockscharfen stündlichen Stromproduktion der Kernenergie, Braun- und Steinkohle in Deutschland stehen zur Verfügung. Daten für die wöchentliche und monatliche Stromproduktion sind verfügbar.


Montag, 20. Juni 2016
Kreisdiagramme

Neue Kreisdiagramme zeigen die jährlichen, monatlichen und wöchentlichen prozentualen Anteile der verschiedenen Energiequellen.


Mittwoch, 11. Mai 2016
Volumengewichtete Börsenstrompreise

Neue Grafiken zeigen durchschnittliche volumengewichtete Börsenstrompreise. Es stehen Daten für tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche durchschnittliche Preise zur Verfügung.

Die Quelle für alle Preisdaten ist die EPEX SPOT SE.


Montag, 11. Januar 2016, letzte Aktualisierung: 13. Januar 2016
Jahresauswertung 2015

Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2015 ca. 37 TWh in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 TWh bzw. 4,8% erhöht. Der geringe Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren ist auf den geringen Zubau zurückzuführen. Ende 2015 betrug die installierte PV-Leistung ca. 39,6 GW. Der Zubau 2015 beträgt nur ca. 1,4 GW und liegt damit deutlich unter dem Ziel der Bundesregierung von 2,5 GW. Die maximale Solarleistung betrug ca. 27,3 GW am 21.04.2015 um 13:15 Uhr. Im Juli 2015 war die monatliche Stromerzeugung von PV-Anlagen erstmals höher als die von Kernenergieanlagen. Am 02.August 2015 trugen PV-Anlagen ca. 44% zur Stromerzeugung bei.
Die Windenergie produzierte im Jahr 2015 ca. 85 TWh und lag damit fast 50% über der Produktion im Jahr 2014. Die Produktion war im Dezember am höchsten und übertraf erstmals die Produktion aus Braunkohlekraftwerken. Die maximal erzeugte Leistung betrug ca. 35,6 GW am 21.12.2015. Durch den Zubau neuer offshore Windparks konnte die Produktion in der Nordsee von 1,3 TWh auf 7,1 TWh mehr als verfünffacht werden. Die offshore Produktion in der Ostsee stieg von 0,2 TWh auf 0,8 TWh und hat sich damit vervierfacht.
Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im Jahr 2015 ca. 122 TWh. Sie liegen damit auf dem zweiten Platz hinter der Braunkohle, aber noch vor der Steinkohle und Kernenergie.
Aus Biomasse wurden ca. 56 TWh produziert. Die Produktion liegt damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 45 TWh.
Die Wasserkraft produzierte ca. 20 TWh und liegt damit ungefähr auf dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.
In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2015 ca. 190 TWh. Das sind ca. 30 TWh bzw. ca. 20% mehr als 2014. Sie erreichten einen Anteil von ca. 35% an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Der Anteil an der Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 32,5%.

Die Nettostromproduktion aus Kernkraftwerken betrug ca. 87 TWh und lag damit 5,1% unter dem Vorjahresniveau von 92 TWh. Der Grund für den Rückgang ist die Abschaltung des Reaktors Grafenrheinfeld am 27.06.2015.
Braunkohlekraftwerke produzierten ca. 139 TWh netto. Das sind ca. 1,3 TWh bzw. 1% weniger als 2014. Insbesondere bei hoher Windeinspeisung mussten sie ihre Leistung drosseln. Nach wie vor sind Braunkohlekraftwerke aber sehr unflexibel in ihrer Reaktion auf hohe Einspeisung Erneuerbarer Energien.
Die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken betrug 104 TWh. Sie war um 3,8 TWh bzw. 3,5% niedriger als im Jahr 2014, in dem 107,7 TWh netto produziert wurden.
Gaskraftwerke haben ca. 30 TWh netto für die öffentliche Stromversorgung produziert. Sie lagen damit um ca. 1 TWh bzw. 3,8% unter dem Niveau des Vorjahres. Damit hält der seit 2008 zu verzeichnende permanente Rückgang der Produktion weiter an. Neben den Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung gibt es auch Stromerzeugungsanlagen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe zur Eigenstromversorgung. Diese produzierten zusätzlich ca. 20 TWh.

Im Jahr 2015 wurde ein Exportüberschuss von ca. 48 TWh erzielt. Dieser Wert stellt nach den alten Rekordjahren 2012, 2013 und 2014 wieder einen neuen Rekord dar und liegt um ca. 14 TWh bzw. 40% über auf dem Niveau von 2014. Der Großteil der Exporte floss in die Niederlande, die einen Teil auch nach Belgien und Großbritannien weiterleitet. Auf Rang zwei folgt Österreich, das auch als Transitland zur Schweiz dient. Rang drei belegt Polen, das einen Teil des Stromes aus den neuen Bundesländern über Tschechien nach Süddeutschland transportiert. Deutschland importierte Strom aus Frankreich, dient dabei aber hauptsächlich als Transitland, weil der Strom in die Nachbarländer weitergeleitet wird.
Für den Außenhandel mit Strom liegen bisher nur Zahlen von Januar bis einschließlich Oktober 2015 vor. In dieser Zeit wurden 29,7 TWh zu einem Wert von 1,27 Mrd. Euro eingeführt. Die Ausfuhr lag bei 67,4 TWh und einem Wert von 2,88 Mrd. Euro. Im Saldo ergibt sich ein Exportüberschuss von 37,6 TWh und Einnahmen im Wert von 1,6 Mrd. Euro. Eingeführter Strom kostete durchschnittlich 42,58 Euro/MWh und ausgeführter Strom 42,69 Euro/MWh.
Der durchschnittliche Day-Ahead Börsenstrompreis ist auf 31,2 Euro/MWh gefallen und liegt inflationsbereinigt ungefähr auf dem Niveau von 2003.
Der durchschnittliche Marktwert lag für die PV bei 96% und für Wind bei 85% des durchschnittlichen Börsenstrompreises.


Folien zur Jahresauswertung 2015 finden sie auf der Seite Daten zu eneuerbaren Energien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

1 TWh = 1 Terawattstunde = 1000 Gigawattstunden (GWh) = 1 Million Megawattstunden (MWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh)

Versionen:

Diese erste Version vom 11.01.2016 berücksichtigt die am 11.01.2016 verfügbaren Monatsdaten das Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Elektrizitätserzeugung und zur Ein- und Ausfuhr von Elektrizität bis einschließlich Oktober 2015. Die Daten für November und Dezember wurden auf Basis von korrigierten Stundenwerten der Leipziger Strombörse EEX hochgerechnet. Die hochgerechneten Werte unterliegen größeren Toleranzen.


Freitag, 30. Oktober 2015
Neue Auswertungen zum 15-Minuten Handel bei Börsenstrompreisen

Bei den Grafiken zu den Börsenstrompreisen sind nun zusätzlich zu den Preisen der Day-Ahead-Stunden-Auktion und des kontinuierlichen Intraday-Handels auf Stundenbasis die Preise der 15-Minuten-Eröffnungsauktion auf dem Intraday und des kontinuierlichen Intraday-Handels mit 15-Minuten-Kontrakten verfügbar.

15-Minuten-Kontrakte eignen sich besonders:

Die Quelle für alle Preisdaten ist die EPEX SPOT SE.


Mittwoch, 14. Oktober 2015
Neue Auswertungen zur deutschen Außenhandelsstatistik von elektrischem Strom

Neue Grafiken zur Außenhandelsstatistik elektrischer Strom erlauben eine detaillierte Analyse des gehandelten Stroms zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern. Dargestellt wird die gehandelte Energiemenge (in TWh), der Gesamtwert des gehandelten Stroms (in Mio. Euro) und der durchschnittliche Marktwert des Stroms (in EUR/MWh). Diese Daten sind einerseits als Saldo für Deutschland insgesamt verfügbar, als auch nach den einzelnen Nachbarländern aufgelöst. Sie finden die neuen Grafiken im Menü Preise unter Außenhandelsstatistik elektrischer Strom. Die Daten für die Grafiken stammen vom Statistischen Bundesamt (Destatis).

Die Analysen zeigen, dass Deutschland durch den Export von Strom Jahr für Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe erzielt. Weiterhin zeigen die Daten, dass der ins Ausland exportierte Strom im Durchschnitt höhere Marktpreise erzielt als der importierte Strom. Auch in diesem Jahr rechnen die Wissenschaftler bei Fraunhofer mit einem neuen Rekord beim Stromexport von bis zu 40 TWh. Der Trend hoher Exportüberschüsse hält auch vor dem Hintergrund des Atomausstiegs weiter an. So ist die jährliche Stromproduktion aus Kernenergie von 2010 bis 2014 um rund 41 TWh zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Stromproduktion aus Sonne, Wind und Biomasse um rund 118 TWh gestiegen.


Freitag, 10. Juli 2015
Wind offshore erzeugt erstmals mehr als 2 000 MW Leistung

Windenergieanlagen auf See (offshore) erzeugten am Mittwoch, den 08.Juli 2015, erstmals eine elektrische Leistung von über 2 000 Megawatt (MW). Davon entfielen 1 840 MW auf Anlagen in der Nordsee, die über den Netzbetreiber Tennet an das Netz angebunden sind. Die Windparks in der Ostsee, die in das Netz des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz einspeisen, produzierten 250 MW. Im ersten Halbjahr wurden mehrere neue Windparks in der Nordsee und Ostsee in Betrieb genommen, die diesen neuen Rekord möglich gemacht haben.

Durch den Zubau neuer offshore Windparks hat sich nicht nur die maximale Leistung der Anlagen erhöht, sondern auch deren Energieerzeugung. Im ersten Halbjahr 2015 wurden in der Nordsee ca. 2 TWh produziert. Das ist viermal mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Die offshore Produktion in der Ostsee wurde im gleichen Zeitraum um ca. 50% gesteigert.


Mittwoch, 1. Juli 2015, letzte Aktualisierung: 19. August 2015
Halbjahresauswertung 2015

Photovoltaikanlagen speisten im ersten Halbjahr 2015 ca. 18,5 TWh in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 TWh bzw. 5,1% verringert. Ursache hierfür ist das schlechte Wetter und die damit einhergehende geringere Solarstrahlung. Die maximale Solarleistung betrug ca. 27,3 GW am 21.04.2015 um 13:15 Uhr.
Die Windenergie produzierte im ersten Halbjahr ca. 40,5 TWh und lag damit 11,4 TWh bzw. 39,3% über der Produktion im ersten Halbjahr 2014. Die Produktion war im Januar aufgrund der Orkantiefs ELON und FELIX am höchsten. Die maximal erzeugte Leistung betrug ca. 33,5 GW am 09.01.2015 um 16:15 Uhr. Durch den Zubau neuer Offshore-Windparks konnte die Produktion in der Nordsee von 0,5 TWh auf 2 TWh vervierfacht werden. Die Offshore-Produktion in der Ostsee wurde durch die schrittweise Inbetriebnahme eines neuen Windparks um ca. 50% gesteigert.
Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 59 TWh. Sie liegen damit auf dem zweiten Platz hinter der Braunkohle, aber noch vor der Steinkohle und Kernenergie.
Aus Biomasse wurden ca. 23,4 TWh produziert. Die Produktion liegt damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Wasserkraft produzierte ca. 11,9 TWh im ersten Halbjahr. Das sind 1 TWh bzw. 9,4% mehr als im gleichen Zeitraum 2014, welches jedoch für die Wasserkraft ein schlechtes Jahr war. Die bisherige Produktion von 2015 liegt ungefähr auf dem Niveau von 2013.
In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im ersten Halbjahr 2015 ca. 94,3 TWh. Das sind ca. 11,4 TWh bzw. 13,8% mehr als im ersten Halbjahr 2014. Sie erreichten einen Anteil von ca. 34% an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Der Anteil an der Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 31%.

Die Nettostromproduktion aus Kernkraftwerken betrug im ersten Halbjahr ca. 45,7 TWh und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau von 44,8 TWh.
Braunkohlekraftwerke produzierten 67,5 TWh netto. Das sind ca. 2,6 TWh bzw. 3,7% weniger als 2014. Insbesondere bei hoher Windeinspeisung während den Orkantiefs Elon, Felix und Niklas mussten sie ihre Leistung drosseln.
Die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken betrug 49,5 TWh. Sie war um 0,9 TWh bzw. 1,9% höher als im Jahr 2014.
Gaskraftwerke haben im ersten Halbjahr ca. 15,4 TWh produziert. Sie lagen damit um 5,7% unter dem Niveau des Vorjahres. Damit hält der seit 2008 zu verzeichnende permanente Rückgang der Produktion weiter an.

Im ersten Halbjahr 2015 wurde ein Exportüberschuss von ca. 24,3 TWh erzielt. Dieser Wert stellt nach den alten Rekordjahren 2012, 2013 und 2014 wieder einen neuen Rekord dar und liegt um 5,6 TWh bzw. 30% über dem Niveau von 2014. Der Großteil der Exporte floss in die Niederlande, die einen Teil auch nach Belgien und Großbritannien weiterleitet. Auf Rang zwei folgt Österreich, das auch als Transitland zur Schweiz dient. Rang drei belegt Polen, das einen Teil des Stromes aus den neuen Bundesländern über Tschechien nach Süddeutschland transportiert. Deutschland importierte Strom aus Frankreich, dient dabei aber hauptsächlich als Transitland, weil der Strom in die Nachbarländer weitergeleitet wird.
Beim Außenhandel mit Strom ist der Ausfuhrsaldo um 25% von ca. 19,1 TWh auf 23,9 TWh gestiegen. Der Wert des Ausfuhrsaldos stieg um 11% von 943 Mio. Euro auf 1048 Mio. Euro. Eingeführter Strom kostete durchschnittlich 43,62 Euro/MWh und ausgeführter Strom 43,77 Euro/MWh. Ausgeführter Strom war damit ca. 0,34% teurer als eingeführter Strom.


Folien zur Halbjahresauswertung 2015 finden sie auf der Seite Daten zu eneuerbaren Energien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

1 TWh = 1 Terawattstunde = 1000 Gigawattstunden (GWh) = 1 Million Megawattstunden (MWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh)

Versionen:
Die dritte Version vom 19.08.2015 berücksichtigt die am 04.08.2015 veröffentlichten Monatsdaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Stromerzeugung bis einschließlich Mai 2015. Die Daten für Juni wurden auf Basis von korrigierten Stundenwerten der Leipziger Strombörse EEX hochgerechnet und unterliegen größeren Toleranzen.

Die zweite, aktualisierte Version der Halbjahresauswertung vom 08.07.2015 berücksichtigt die am 07.07.2015 veröffentlichten Monatsdaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Stromerzeugung bis einschließlich April 2015. Die Daten für Mai und Juni wurden auf Basis von korrigierten Stundenwerten der Leipziger Strombörse EEX hochgerechnet und unterliegen größeren Toleranzen.

Die erste Version der Halbjahresauswertung vom 01.07.2015 berücksichtigte die am 01.07.2015 verfügbaren Monatsdaten das Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Elektrizitätserzeugung bis einschließlich März 2015. Die Daten für April, Mai und Juni wurden auf Basis von korrigierten Stundenwerten der Leipziger Strombörse EEX hochgerechnet. Die hochgerechneten Werte unterliegen größeren Toleranzen.


Dienstag, 17. März 2015
Stromimport und -export von Deutschland

Neue Diagramme zur Darstellung des Imports und Exports von Strom wurden hinzugefügt. Dargestellt wird der Stromaustausch mit Deutschlands Nachbarländern Österreich, Schweiz, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Polen und Schweden. Bei den Leistungen werden in der Wochenansicht 15-Minutenwerte dargestellt. Die Monatsansicht zeigt Stundenmittelwerte. Bei den Energien werden die Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresenergien für Import und Export in die verschiedenen Länder dargestellt.


Montag, 12. Januar 2015
Solar- und Windproduktion der vier Übertragungsnetzbetreiber

Ein neues Diagramm zur Darstellung der Leistungen von Solar, Wind onshore und Wind offshore für die vier Übertragungsnetzbetreiber wurde hinzugefügt. In der Wochenansicht werden 15-Minutenwerte dargestellt. Die Monatsansicht zeigt Stundenmittelwerte.


Montag, 5. Januar 2015
Jahresauswertung 2014

Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2014 32,8 TWh in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 TWh bzw. 5,9% gesteigert. Die höchste monatliche Produktion in 2014 betrug 4,8 TWh im Juni. Sie lag damit deutlich unter dem Rekordwert von 5,4 TWh im Juli 2013. Die niedrigste monatliche Produktion lag bei 0,4 TWh im Dezember.
Die Windenergie produzierte 51,4 TWh und lag damit 0,6 TWh bzw. 1,3% über der Produktion im Jahr 2013. Die höchste monatliche Produktion im Jahr 2014 betrug 8,9 TWh im Dezember. Dieser Wert ist genau gleich groß wie der alte Rekord vom Dezember 2011.
Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen 84,2 TWh. Sie liegen damit nur ca. 8% unter dem Niveau der Kernenergie von 91,8 TWh.
Aus Biomasse wurden ca. 53 TWh produziert. Das sind ca. 2 TWh bzw. 11% mehr als im Vorjahr. Damit setzt die Biomasse ihren kontinuierlichen Wachstumsprozess fort.
Die Wasserkraft produzierte ca. 18,5 TWh. Das sind 6,5 TWh bzw. 9,6% weniger als im Jahr 2013. Die Verluste sind hauptsächlich witterungsbedingt.
In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2014 ca. 156 TWh. Das sind 6 TWh bzw. 4% mehr als Jahr 2013. Sie erreichten einen Anteil von ca. 30% an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 27%.

Die Nettostromproduktion aus Kernkraftwerken betrug 91,8 TWh und lag damit nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 92,1 TWh. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre (2004 bis 2013) sank die Produktion um ca. 29%. Der Grund dafür liegt in der Abschaltung von acht Kernkraftwerken im Jahr 2011 aufgrund der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Die Auslastung der verfügbaren Kernkraftwerke lag bei 97,6%. Dieser hohe Wert zeigt, dass Kernkraftwerke reine Grundlastkraftwerke sind und nur sehr selten auf Schwankungen im Stromverbrauch oder der Erzeugung Erneuerbarer Energien reagieren. Der Eigenverbrauch der Kernkraftwerke betrug ca. 5,1 TWh bzw. 5,6% der Bruttoerzeugung. Die Summe aus Nettoerzeugung und Eigenverbrauch ergibt die Bruttoerzeugung von ca. 97,2 TWh.
Braunkohlekraftwerke produzierten 140,9 TWh netto. Das sind 4,2 TWh bzw. 2,9% weniger als im Rekordjahr 2013. Die Produktion lag aber auf einem hohem Niveau und ca. 2,8% über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Die Auslastung der verfügbaren Kraftwerke lag bei 90,3%. Der Eigenverbrauch der Kraftwerke betrug 10,8 TWh bzw. 7,1% der Bruttoerzeugung von 151,7 TWh.
Die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken betrug 99 TWh. Sie war um 11,5 TWh bzw. 10,4% geringer als im Jahr 2013. Betrachtet man den Durchschnitt der letzten 10 Jahre, so betrug der Rückgang 8,5 TWh bzw. 7,9%. Der Eigenverbrauch der Kraftwerke betrug ca. 9 TWh bzw. 8,4% der Bruttoerzeugung von 107 TWh.
Gaskraftwerke hatten wie schon in der Vergangenheit den stärksten Rückgang in der Produktion zu verzeichnen. Sie produzierten 33,2 TWh netto. Das sind 6,2 TWh bzw. 15,7 % weniger als im Jahr 2013. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre sank die Produktion um 21,3 TWh bzw. 39%. Der Eigenverbrauch der Kraftwerke betrug ca. 1,3 TWh bzw. 3,8% der Bruttoerzeugung von 34,5 TWh.

Im Jahr 2014 wurde voraussichtlich ein Exportüberschuss von über 34 TWh erzielt. Dieser Wert stellt einen neuen Rekord dar und liegt nochmals ca. 1% über auf dem Niveau des alten Rekordjahres 2013. Die höchsten Exporte waren in den Monaten Januar bis April und September bis Dezember zu verzeichnen. In den Sommermonaten von Mai bis August waren die Exportüberschüsse geringer, bedingt durch die alljährlichen Kraftwerksrevisionen, die immer in den Sommermonaten durchgeführt werden. Der einzige Monat mit einem Importüberschuss war der Juli. An ca. 6950 von 8760 Stunden bzw. ca. 80% der Zeit war der Export in die Nachbarländer größer als der Import. Der Großteil der Exporte floss in die Niederlande, gefolgt von Österreich und Polen. Deutschland importierte Strom aus Frankreich und dient dabei hauptsächlich als Transitland, weil der Strom in die Nachbarländer weitergeleitet wird.

1 TWh = 1 Terawattstunde = 1000 Gigawattstunden (GWh) = 1 Million Megawattstunden (MWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh)


Donnerstag, 11. Dezember 2014
Großes Update

Im Rahmen eines größeren Update wurden folgende Änderungen durchgeführt:


Montag, 6. Oktober 2014
Auswertung der ersten drei Quartale 2014

Die Photovoltaik produzierte in den ersten drei Quartalen 2014 29,5 TWh. Sie hat Ihre Produktion gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 2,1 TWh bzw. 7,7% gesteigert. Bedingt durch das schlechte Wetter im dritten Quartal, insbesondere im September, sind die hohen Zuwächse vom ersten Halbjahr deutlich zusammengeschrumpft.
Die Windenergie produzierte 34,8 TWh und lag damit 2,6 TWh bzw. 8% über der Produktion im gleichen Zeitraum 2013. Im September war die Produktion unterdurchschnittlich gering. Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen in den ersten drei Quartalen über 64 TWh und lagen damit auf dem Niveau der Kernenergie.
Aus Biomasse wurden 38,5 TWh produziert. Das sind ca. 4 TWh bzw. 11% mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Damit setzt die Biomasse ihren kontinuierlichen Wachstumsprozess fort.
Die Wasserkraft produzierte 13,1 TWh in den ersten drei Quartalen. Das sind 6,5 TWh bzw. 33% weniger als im gleichen Zeitraum 2013. In etwa die gleichen Verluste ergeben sich beim Vergleich mit dem Durchschnitt der entsprechenden Quartalszahlen der letzten zehn Jahre.
In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse in den ersten drei Quartalen 2014 ca. 116 TWh. Das sind 6,2 TWh bzw. 5,6% mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2013. Sie erreichten einen Anteil von ca. 31% an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 28%.

Die Stromproduktion aus Kernkraftwerken betrug 65,9 TWh und lag damit auf dem Vorjahresniveau. Die Auslastung der verfügbaren Kernkraftwerke beträgt bisher 97,9%. Nach der üblichen Revisionsphase im Sommer, bei der über längere Zeit bis zu drei der neun Kernkraftwerke abgeschaltet waren, sind jetzt alle Kraftwerke wieder in Betrieb.
Braunkohlekraftwerke produzierten in den ersten 3 Quartalen 102,7 TWh. Das sind 5,3 TWh bzw. 4,9% weniger als im Rekordjahr 2013. Die Produktion lag aber auf einem hohem Niveau und ca. 1,7% über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Die Auslastung der verfügbaren Kraftwerke lag bei 90,5%.
Die Produktion aus Steinkohlekraftwerken betrug 70,2 TWh. Sie war um 12,2 TWh bzw. 14,8% geringer als im letzten Jahr. Betrachtet man den Durchschnitt der letzten 10 Jahre, so betrug der Rückgang 6,4 TWh bzw. 8,4%. Die Auslastung der verfügbaren Kraftwerke lag bei ca. 57%.
Gaskraftwerke hatten wie schon in der Vergangenheit den stärksten Rückgang in der Produktion zu verzeichnen. Sie produzierten in den ersten drei Quartalen 23,1 TWh. Das sind 5,7 TWh bzw. 19,8 % weniger als im gleichen Zeitraum 2013. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre sank die Produktion um 14,8 TWh bzw. 39%.

In den ersten neun Monaten wurde ein Exportüberschuss von ca. 20 TWh erzielt. Dieser Wert liegt genau auf dem Niveau des Rekordjahres 2013. Von Januar bis Juni hat Deutschland mehr Strom exportiert als importiert. Im Juli und August wurde mehr importiert, bedingt durch Kraftwerksrevisionen. Seit September gibt es wieder einen deutlichen Exportüberschuss. Wenn dieser Trend bis zum Jahresende anhält, werden 2014 wieder über 30 TWh Strom exportiert, ähnlich wie im Rekordjahr 2013. Deutschland importierte ca. 11,9 TWh aus Frankreich und dient dabei hauptsächlich als Transitland. Der Großteil der Exporte floss in die Niederlande (17,8 TWh), gefolgt von Österreich (6,7 TWh) und Polen (6,5 TWh).

1 TWh = 1 Terawattstunde = 1000 Gigawattstunden (GWh) = 1 Million Megawattstunden (MWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh)


Dienstag, 23. September 2014
Neue Grafiken zur installierten Leistung

Die installierte Netto-Leistung der Kraftwerke zur Stromerzeugung in Deutschland wurde im Bereich Leistung eingefügt. Die Daten stehen ab dem Jahr 2002 zur Verfügung. Es können alle Jahre ab 2002 oder ein einzelnes Jahr zur Darstellung ausgewählt werden.


Dienstag, 19. August 2014
Neue Grafiken, Erläuterungen und FAQs

Im Bereich Energie wurden die Daten zur Konventionellen Erzeugung eingefügt, so dass jetzt wie im Bereich Leistung die Darstellung zwischen alle Quellen und Konventionell > 100 MW umgeschaltet werden kann. Die Jahresenergien stehen nun auch für einzelne Jahre zur Verfügung.

Der Menüpunkt Informationen wurde hinzugefügt. Er beinhaltet folgende Unterpunkte:


Mittwoch, 2. Juli 2014
Halbjahresauswertung 2014

Das erste Halbjahr 2014 war geprägt durch milde Temperaturen und eine hohe Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie. Solarenergieanlagen haben ihre Produktion gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 um 28% gesteigert, während die Windenergie ca. 19% zulegen konnte. Im Juni haben Solaranlagen doppelt so viel Strom wie Windenergieanlagen produziert. Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr über 45 TWh bzw. ca. 17% der gesamten Stromerzeugung. Die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse produzierten in Summe ca. 81 TWh und einen Anteil von ca. 31% an der öffentlichen Nettostromerzeugung im ersten Halbjahr. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 28%.

Die Stromexporte sind im ersten Halbjahr 2014 gegenüber 2013 nochmals stark angestiegen. Im ersten Halbjahr des Rekordjahres 2013 lag der Exportüberschuss in die europäischen Nachbarländer noch bei 14,4 TWh. Im gleichen Zeitraum 2014 waren es bereits 18,3 TWh. Wenn dieser Trend bis zum Jahresende anhält, werden wir 2014 nach den Rekorden von 2012 und 2013 einen dritten Rekord in Folge beim Stromexport erzielen. Der Großteil der Exporte fließt in die Niederlande, gefolgt von österreich, der Schweiz und Polen. Einige dieser Länder leiten den Strom direkt weiter. So ist die Niederlande Transitland für Belgien und Großbritannien, die Schweiz leitet den Strom hauptsächlich nach Italien weiter.

Die Stromproduktion aus Kernkraftwerken war konstant und lag auf dem Vorjahresniveau.
Braunkohlekraftwerke haben im ersten Halbjahr ca. 4% weniger als im Rekordjahr 2013 produziert. Die Produktion lag aber auf dem hohen Niveau von 2012 und ca. 5% über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.
Die Produktion aus Steinkohlekraftwerken war ca. 11% geringer als im Rekordjahr 2013, lag aber auf ähnlicher Höhe wie in den Jahren 2010 bis 2012.
Den stärksten Rückgang in der Produktion hatten Gaskraftwerke zu verzeichnen. Sie produzierten im ersten Halbjahr ca. 25% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang folgt einem länger anhaltenden Trend. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 hat sich die Produktion aus Gaskraftwerken halbiert.

1 TWh = 1 Terawattstunde = 1000 Gigawattstunden (GWh) = 1 Million Megawattstunden (MWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh)


Mittwoch, 2. Juli 2014
Energy Charts machen die Energiewende transparent. Fraunhofer ISE schaltet umfassende Energiedatenbank online

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE stellt ab sofort die kompletten elektrischen Energiedaten für Deutschland zeitnah und kostenlos zur Verfügung. »Wir wollen damit einen Beitrag zu Transparenz und Versachlichung der Diskussion um die Energiewende leisten«, so Institutsleiter Professor Eicke Weber. Stromerzeugung aus allen konventionellen und erneuerbaren Quellen, Import und Export stehen in individuell gestaltbaren Grafiken unter www.energy-charts.de bereit.

»Unsere Grafiken zur Stromerzeugung sind sehr beliebt, weil wir dazu aus mehreren neutralen Quellen alle Daten zusammentragen und die Daten zeitnah aktualisieren«, berichtet Professor Bruno Burger, zuständig für Energiedaten und strategische Entwicklung am Fraunhofer ISE. Burger stellt schon seit 2011 Folien zu Energiedaten auf der Institutswebsite bereit und beantwortet Anfragen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Energiewirtschaft dazu, auch aus dem Ausland: »Das japanische Umweltministerium hat 200 Berichtsseiten übersetzen und auf die eigene Homepage stellen lassen«, so Burger.

Auf www.energy-charts.de können Besucher sich jetzt ihre Grafiken selbst zusammenstellen: Leistung, Energie, Preise, beliebige Energieträger ein- und ausschalten oder mit einem dynamischen Lineal prozentuale bzw. Absolutwerte ablesen. Man sieht zum Beispiel in der Kalenderwoche 25 dieses Jahres auf der beigefügten Grafik, dass die Sonne die gesamte Spitzenlast liefert und alle erneuerbaren Energien zusammen am Sonntagmittag 60,4 Prozent der Stromerzeugung bereitstellten. Die Daten sind derzeit wochenaktuell, Teilbereiche werden demnächst auch tagesaktuell verfügbar sein.

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